Gamerlife

Action-April – Das Hybrid-Genre für (fast) jeden Geschmack / #ActionApril

Das Genre für Allrounder

Wer die Liste kommender Neuerscheinungen durchscrollt und dabei mal darauf achtet, welche Genre-Bezeichnungen die Spiele innehaben, die demnächst auf den Markt kommen sollen, wird schnell feststellen, dass das Attribut ‚Action‘ überraschend oft vertreten ist. Egal ob als Genre-Mix oder als eigenes Genre, Action ist so gut wie überall vertreten, wo es überwiegend um Geschicklichkeit, Reaktionsgeschwindigkeit oder Hand-Augen-Koordination geht – und stellt das ‚Echtzeit‘-Spielgeschehen damit eindeutig in den Vordergrund der Spielerfahrung. Damit vereint das Action-Game viele andere, zum Teil eindeutig unterschiedliche Genres unter seinem Banner und wird damit schon fast zu einer Art Meta-Genre. Dem Action-Genre zuzuordnen lassen sich Genre-Mischungen wie Action-Adventure (und damit oft auch Surival-, Survival-Horror- und Stealth-Games) und Action-Rollenspiel, oder aber eine Sammlung combat-zentrierter Sub-Genres wie:

  • Beat ‚em Up
  • Fighting Games
  • Shoot ‚em Up
  • Ego-Shooter
  • Third-Person-Shooter
  • Hack ’n‘ Slay
  • Jump ’n‘ Run

Die Auswahl im April erstreckt sich also weit über unterschiedliche Genre-Grenzen hinaus und überschneidet sich damit zusehends mit anderen kommenden oder bereits vergangenen Themen-Monaten unserer #PileofNothing. Das soll uns aber nicht allzu viel ausmachen, denn damit erweitern wir im April lediglich unsere Möglichkeiten, unseren Pile of Shame um ein paar Köpfe kleiner zu machen.

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© Square Enix


Wie funktionieren Action-Games?

Wie gerade schon erwähnt legen Action-Games einen großen Wert auf Geschicklichkeit und Hand-Augen-Koordination ihrer Spieler. Typischerweise fordern Action-Games uns heraus, indem sie unsere Reaktionszeit und unsere Reflexe auf die Probe stellen und dies mit einer (mehr oder weniger guten) Story und dem Moment der Rätsellösung kombinieren. In der Regel schlüpfen wir in die Rolle eines einzelnen Protagonisten, der durch eine gewisse Anzahl an Trefferpunkten sterblich gemacht wird, wodurch das ‚Überleben‘ der Geschichte zu einer wesentlichen Aufgabe des Spielers wird. Damit verbindet das Action-Genre wesentliche Elemente des Rollenspiels und des Survival-Games mit denen des Adventures, was es so schwer definierbar macht. Die Art der Waffen, die wir zu unserer Verteidigung erhalten, führen zu einer weiteren Ausdifferenzierung des Genres: Schusswaffen gehören in den ‚Shooter‘-Bereich, während unbewaffneter Kampf bzw. Marshall Arts häufig dem ‚Beat’em’Up‘-Genre zugeordnet werden. Im Jump’n’Run gibt es dagegen eher selten Waffen oder ausgiebige Kämpfe; hier geht es eher um das Erreichen eines bestimmten geografischen Ziels durch das Überwinden von Hindernissen, wie wir es im #PlatformFebruar bereits erlebt haben.

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© Guerilla Games

In einem Action-Game geht es häufig darum, dass der Spieler sich von Level zu Level schlägt und sich dabei durch stärker werdende Horden von Gegnern und zunehmend schwieriger werdendes Terrain kämpfen muss. Am Ende eines Levels stellt sich dem Spieler und seinem Protagonisten ein ‚Boss‘ in den Weg, der mithilfe zuvor erlernter Mechaniken, bestimmter Bewegungsabläufe und einer bestimmten Echtzeit-Taktik, die es im Laufe des Kampfes herauszufinden gilt, ausgeschaltet werden muss, um im Spiel weiter voranzukommen. Manche Spiele halten ihre Spannung, indem sie sogenannte ‚Mini-Bosse‘ mitten im Level auftauchen lassen, die ebenfalls einen höheren Herausforderungsgrad als übliche Gegner bilden und oft nur ein Vorgeschmack auf die Level-Endbosse darstellen.


Was ist der Unterschied zwischen Action- und Adventure-Games?

Während wir es im Action-Game also mit Echtzeit-Herausforderungen zu tun haben, die unsere Geschicklichkeit fordern, dreht es sich im Adventure hauptsächlich um die Erkundung der Welt und das Vorankommen durch das Lösen unterschiedlicher Rätsel. Der Fokus liegt in der Regel stark auf Story und Charakterentwicklung, weshalb sich das Adventure-Genre nicht selten Anregungen bei anderen erzählenden Medien wie Literatur und Film holt. Zugunsten einer (gut) erzählten Geschichte sind Adventure-Games zumeist Einzelspieler-Erfahrungen und haben nur selten eine Multiplayer-Funktion.

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© Rocksteady Studios, Warner Bros. Interactive Entertainment

Der Genre-Hybrid des Action-Adventures verbindet Elemente des Kampfes, der Geschicklichkeit und des Rätsellösens miteinander um ein kinoreifes, spielbares Event auf den Bildschirm zu bringen. Als wohl bekannteste Videospiel-Reihe, die all diese Mechaniken miteinander verbindet, gilt wohl ‚Tomb Raider‘. Während Lara Croft sich durch feindliche Grabräuber-Horden ballert und sich zumeist springend, hangelnd, schlitternd oder rennend durch antike Ruinen und in Richtung verborgener Grabkammern bewegt, muss sie auf ihrem Weg immer wieder Sicherheitsmaßnahmen überwinden und Rätsel lösen, um das Geheimnis über eine längst vergessene Kultur zu offenbaren. Viel eindeutiger könnte ein Spiel nicht dem Action-Genre zugehörig sein – und wenn sie mal wieder vom Dach eines brennenden Tempels in das Innere eines zu tief fliegenden Hubschraubers springt, während hinter ihr ein paar Ölfässer explodieren, werden einem auch die Parallelen zum in Hollywood so erfolgreichen Action-Film-Genre nur allzu schnell bewusst.


Meine Action-Game-Klassiker der letzten Jahre

Als eines der wohl am weitesten verbreiteten Genres auf dem Markt wird es wohl den wenigsten schwer fallen, einen Action-Titel für April zu finden. Wer trotzdem noch nach Anregungen und Empfehlungen sucht, dem möchte ich nun also ein paar Spiele mit auf den Weg geben, die sich für mich eindeutig gelohnt haben!

  • Batman: Arkham Knight (Rocksteady Studios): Im dritten und letzten Teil der Arkham-Trilogie von Rocksteady Studios wird Arkham von einem ganz neuen Bösewicht bedroht – dem Arkham Knight.  Damals wegen gravierender Bugs und Grafik-Fehlern gefloppt, war Batman: Arkham Knight für mich von Release an ein absolutes Fest. Obwohl ich kein großer Fan von Batman (oder Superheld/innen allgemein) bin, schaffte es dieses Spiel, mich gnadenlos an den Bildschirm zu fesseln: Die grandiosen Charaktere, das fantastische Gefühl bei Nacht frei über Arkham gleiten zu können, die herausfordernden Rätsel, toll inszenierten, abwechslungsreichen Kämpfe und spannenden Wendungen der Story – hier stimmt einfach so gut wie alles.

 

  • Bioshock Infinite (Irrational Games): Ebenso wie Batman: Arkham Knight bildet Bioshock Infinite den letzten Teil der Bioshock-Trilogie und für mich den ersten und einzigen Teil, den ich je gespielt habe. Auch wenn das eintönige Kampfsystem des Shooters und die eingeschränkten Möglichkeiten zur Charakterentwicklung zu wünschen übrig ließen, so konnte mich die Story doch absolut mitreißen! Sich durch die fliegende Stadt zu Kämpfen und Seite an Seite mit Publikumsliebling Elizabeth das dunkle Geheimnis Columbias zu lüften hielt mich bis zum Schluss in einem magischen Bann gefangen. Das erschütternde Ende mit philosophischen Anklängen ließ mich damals sprachlos zurück.

 

  • Rise of the Tomb Raider (Crystal Dynamics): Obwohl ich vom ersten Teil des Tomb Raider Reboots schon begeistert gewesen war, konnte mich sein Nachfolger Rise of the Tomb Raider sogar noch mehr begeistern. Zwar gab es hin und wieder ein paar fantastische Elemente die mich ungläubig die Stirn runzeln ließen, doch fügte sich für mich alles zu einem kohärenten Ganzen zusammen. Die unterschiedlichen Grabkammern zu erforschen, eine verschwundene Zivilisation zu entdecken und auf der Suche nach Schätzen den größten Gefahren zu trotzen fühlte sich an wie die erste Fahrt mit einer rekordverdächtigen Achterbahn.

 

  • Borderlands 2 (Gearbox Software): Bereits 120 Stunden habe ich in dem Action-Shooter verbracht, der mich und meine Freunde immer wieder zu rufen scheint, egal wie viele Jahre seit Release 2012 bereits vergangen sind. Als einer der wenigen Shooter in meiner Bibliothek besticht Borderlands 2 mit einer großen Variation an spielbaren Charakteren und Skillbäumen, einem unvergleichlichen Humor, einer spannenden Geschichte mit einzigartigem Bösewicht und einer großartigen Portion Absurdität, die für viel Spaß am Spiel sorgen. Es gibt so viel zu tun, zu sehen und zu entdecken und mindestens so viele zusätzliche DLCs, dass einem mit Borderlands 2 niemals langweilig werden kann.

 

  • Ori and the Blind Forest (Moon Studios): Eines der wohl schönsten und zugleich actionreichsten Jump’n’Run-Games der letzten Jahre ist ‚Ori and the Blind Forest‘, das nicht nur mit fantastischen, augenschmeichelnden Visuals und einem atemberaubenden Soundtrack daherkommt, sondern auch mit einer packenden Geschichte und einem herausforderndem Gameplay, das mich mehr als nur einmal an den Rand der Verzweiflung gebracht hat. Die Levels miteinander verbundenen Levels sind abwechslungsreich und die Bosskämpfe, die eigentlich gar keine Kämpfe sind, fügen sich wunderbar in die Geschichte ein und fühlen sich dadurch nicht wie rein zufällig platzierte Unterbrechungen der eigentlichen Geschichte. Ein absoluter Schmaus für die Sinne!

 

  • NieR: Automata (Square Enix): Ich werde den April zum Anlass nehmen, um NieR: Automata endlich durchzuspielen. Was ich nach über 30 Stunden Spielzeit jedoch bereits sagen kann ist, dass es zu einem meiner absoluten Highlights gehört. Die hochgradig moralisch und ethisch relevante Story, die sich rund um künstliche Intelligenzen und künstliches Leben sowie deren Daseinsberechtigungen dreht, zusammen mit dem abwechslungsreichen Kampfsystem, das zwischen Arcade, Bullet Hell, Hack’n’Slay und klassischem Action-Geschnetzel variiert, bildet einen postapokalyptischen Blockbuster, den jeder gespielt haben sollte, der auf Action steht.

Jahres-Challenge 2018 / #Pile of Nothing

Weg mit dem Pile of Shame! Egal, ob ihr im Januar bereits bei den Rollenspielen fleißig mitgemacht habt, oder ob ihr jetzt erst in die Challenge einsteigt – jeder ist herzlich willkommen! Gemeinsam haben wir es uns zu Aufgabe gemacht, lästige Spiele-Leichen von unserem Pile of Shame zu entfernen und uns endlich daran zu machen, die Spiele zu spielen, die wir gekauft, aber längst nicht angerührt haben. Der sogenannte „Pile of Shame“ soll dieses Jahr langsam reduziert werden.

Zur Erinnerung!

Wenn ihr gerne an der Challenge teilnehmen möchtet, schreibt mir bis zum Ende des Monats unter diesen Beitrag, welche Spiele ihr in diesem Monat (bereits) geschafft habt. Dann erhaltet ihr ein Los (Nur eines. Nicht für jedes beendete Spiel eines!) für die große Verlosung im Juni 2018. Denkt daran: Wenn ihr kein Spiel aus dem Monats-Genre besitzt oder durchspielen wollt, könnt ihr mir gerne auch ein Spiel aus einem anderen Genre nennen. Schließlich geht es darum, den Pile of Shame zu reduzieren, die Monatsthemen sollen nur einen Anhaltpunkt geben, wo ihr anfangen könntet. Ihr erhaltet während dieser Challenge übrigens mehrfach die Chance, euch an der Challenge zu beteiligen und Lose zu sammeln. Alle notwendigen Infos dazu findet ihr HIER.

Einsendeschluss für den Action-April ist der 30.04.2018 um 23:59 Uhr!

Also ihr Lieben? Wie weit seid ihr bereits mit eurer Challenge? Und vor allem: Welche Spiele habt ihr schon geschafft?

1 reply »

  1. Der Vollständigkeit halber sei auch hier nochmal erwähnt, dass ich im April sogar ganze 3 Spiele durchgespielt habe! Und zwar waren das „Headlander“ von Double Fine für den PC, „Far Cry 3“ von Ubisoft, auch für den PC und „Bio-Hazard-Battle“ von Sega für den Mega Drive. Review gibt es zumindest zu letzterem auf meinem Blog.

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