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[News] Spellbound: Stardew Valley meets Harry Potter / #IndieMärz

Nachdem sich Stardew Valley überraschend zu einem der erfolgreichsten Indie-Games der letzten Jahre entwickelte, plant Publisher Chucklefish nun den nächsten großen Titel ganz nach Solo-Entwickler Eric Barones Vorbild. In einem Interview mit Red Bull Games verriet Chucklefishs Gründer Finn Brice einiges über die Pläne zur kommenden Zaubererschule-Simulation „Spellbound“.

Stardew Valley war das Solo-Projekt des Entwicklers Eric Barone – Publisher Chucklefish unterstützte ihn lediglich mit kritischem Feedback und diversen Tests. Und genau so wolle man es auch bei kommenden Spielen weiterhin halten. In ihrem Interview mit Red Bull Games verrieten sie:

„When publishing a game we set out to do whatever is required to support the developers, and ensure their vision comes to fruition. […] Whilst supporting developers to make that happen can sometimes have us working closely, we ensure we keep enough of a distance that the final product is all their own.“
(Quelle)

„Wenn wir ein Spiel veröffentlichen, setzen wir alles daran, die Entwickler so viel Unterstützung zukommen zu lassen wie nötig, um ihre Vision wahr zu machen. Während wir die Entwickler unterstützen, dies zu erreichen, müssen wir manchmal sehr eng zusammenarbeiten, aber wir sorgen immer dafür, das wir genug Abstand halten, damit das Endprodukt ganz ihr eigenes bleibt.“
(Laienübersetung nach Goldfuchs)

Es ist schön zu hören, wenn ein Publisher seinen Entwicklern die nötige Freiheit gibt, sich voll und ganz zu entfalten. Chucklefish machen sich mit dieser Einstellung zum Gamedesign zurzeit sehr beliebt bei ihren Fans. Die haben jetzt nämlich erst Recht allen Grund, sich zu freuen, denn der Londoner Publisher hat schon das nächste Spiel in der Pipeline: Spellbound.

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© Chucklefish Ltd.

Das Stardew Valley in seiner 2D-Pixelart-Ästhetik sehr ähnlich sehende Spiel ist als „Wizard-School Simulation“ geplant und erinnert damit eindeutig an die wohl bekannteste Zaubererschule unserer Zeit, nämlich Hogwarts aus dem Harry Potter Universum von J. K. Rowling. Die Verbindung ist nicht ganz zufällig, denn die Entwickler haben sich ganz offen von Rowlings Werk inspirieren lassen:

„We’re fans of Harry Potter, and after reading the series we were left longing to experience our own path through magical school life, where we could make our own best friends and develop our own identity in a magical world.“
(Quelle)

„Wir sind Fans von Harry Potter, und nachdem wir die Serie gelesen hatten, wollten wir unbedingt unseren eigenen Weg in einer Zaubererschule gehen, wo wir beste Freunde finden und unsere eigene Identität in einer magischen Welt entwickeln können.“
(Laienübersetzung nach Goldfuchs)

Doch auch noch andere Quellen spielen bei der Konzeption des Spiels eine große Rolle, Man wolle eine magische Welt erschaffen, die ganz anders ist als die von Hogwarts. Vor allem wolle man sich an der Auffassung einer praktischen Magie orientieren, wie sie etwa in Terry Pratchetts „Tiffany Aching“, Garth Nixs „Old Kingdom“ oder bei Filmen aus dem Hause Ghibli zu finden ist. Spellbound will mehr sein als nur ein „Potter ohne Lizenz“.

Ganz ohne Parallelen wird man allerdings nicht auskommen: So wird sich das Spiel ähnlich wie bei Harry um das Schulleben an einer Zaubererschule drehen, und darum, welchen Weg man in der Schule einschlägt, welche Beziehungen man aufbaut und welche Schulen der Magie man nach eigener Entscheidung meistern möchte. Ihre magischen Fähigkeiten sollen die Spieler über Schulprojekte wie das Anbauen magischer Feldfrüchte im Fach Pflanzenkunde ausbauen können. Einen Großteil der Zeit wird man damit verbringen, die Charaktere näher kennen zu lernen, Freunde – oder sogar ein Date – zu finden und Quests zu erledigen.

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© Chucklefish Ltd.

Beziehungen sollen dabei einen wichtigen Kern des Spiels ausmachen, wie es bereits bei Stardew Valley der Fall war. Der Fokus der Entwickler liegt dabei auf den Charakteren mit ihren unterschiedlichen, individuellen Motivationen und Wünschen. Auch wenn das bedeuten sollte, dass die Spieler hin und wieder mal eine Abfuhr bekommen. Man wolle erreichen, dass der Spieler das Gefühl bekommt, Teil einer autonomen Welt zu sein.

Natürlich wird Daten nicht das einzige sein, was das Gameplay von Spellbound ausmacht. Man ziele vor allem auf das casual-yet-addictive“ Vergnügen ab, für das Stardew Valley in kürzester Zeit so berühmt wurde: Kleine Überraschungen sollen neben dem Fokus auf den Schulalltag, dem Combat-System und den Beziehungen zu anderen Schülern einen jeden Ingame-Tag versüßen.

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© Chucklefish Ltd.

„Combat in Spellbound is very much reminiscent of Zelda-like retro action RPGs, with spellcasting taking the place of swords, bows and bombs. Players will be able to unlock and combine elements to activate new spells that they can then take into the game’s forest dungeon, where all sorts of rewards await.“
(Quelle)

„Combat nimmt in Spellbound sehr stark Bezug auf Zelda-ähnliche Retro-Action-RPGs, nur dass das Wirken von Zaubersprüchen den Platz von Schwertern, Bögen und Bomben einnimmt. Spieler werden in der Lage sein, unterschiedliche Elemente freizuschalten und zu kombinieren, um neue Zaubersprüche zu aktivieren, die sie in den Wald-Dungeon des Spiels mitnehmen können, wo sie alle möglichen Belohnungen erwarten.“
(Laienübersetzung nach Goldfuchs)

Weitere Inspirationen kämen von Spielen wie Harvest Moon und Rune Factory. Man wolle in Spellbound viele kleine, charakter-bezogene Geschichten erzählen und nicht etwa einem großen roten Faden im Sinne eines Story-Arcs folgen. Dafür gäbe es innerhalb des Spiels viel unterschiedliches zu entdecken und zu meistern.

Mittlerweile entwickelt sich Spellbound zu einem Kernprojekt des Publishers, ein Release-Datum ist zum jetzigen Zeitpunkt jedoch noch nicht bekannt. Man wolle hauptsächlich für den PC entwickeln, doch eine Veröffentlichung auf der Nintendo Switch sei nicht auszuschließen, schließlich ist Stardew Valley auf der Hybrid-Konsole gerade sehr erfolgreich.

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